Die fliegenden Bücher des Mister Morris Lessmore

 

Von William Joyce (erschienen im boje Verlag, 2013)

Bilderbuch, gebunden (56 Seiten)

 

 

 

 

 

Morris Lessmore liest und schreibt für sein Leben gerne Bücher. Er lebt alleine mit seinen Exemplaren, seinen Geschichten und ist glücklich.

Er durchlebt und genießt die Fantasie des Geschriebenen und muss eines Tages erleben, wie die Wendung in einer Geschichte zu einem realen Sturm mutiert, der alles durcheinander wirbelt.

Die meisten seiner Bücher sind zerstört oder weggeweht. Was bleibt, ist eine Welt in schwarz weiß.

Auf seinem ziellosen Weg aus der Verwüstung begegnet er einem freundlichen Buch auf zwei Beinen, welches ihm ein altes Haus zeigt.

Dort leben Bücher, die repariert und gelesen werden wollen.

Mister Lessmore hat eine neue Aufgabe, und die Welt gewinnt wieder an Farbe.

Mit der Zeit inspiriert er weitere Menschen und regt zum Lesen an. Zeitgleich notiert er sein ganzes Tun und Handeln in einem Tagebuch.

Als dieses eines Tages vollgeschrieben ist und Mister Lessmore bereits alt und grau geworden ist,  muss er das alte Haus verlassen. Er hinterlässt traurige Bücher als seine Weg- und Lebensbegleiter.

Erst einige Zeit später nimmt sich ein kleines Mädchen der Aufgabe an und tritt in seine Fußstapfen.......

 

Passend zum Buch gibt es einen sehenswerten, oskarprämierten Kurzfilm!

Dieses offizielle Bilderbuch kann in jeder Altergruppe gelesen werden (0-99).

 

 

Das Streichholzschachteltagebuch

 

 

von Paul Fleischmann (erschienen bei Jacoby Stuart, 2013)

Bilderbuch, gebunden (32 Seiten)

Die Geschichte erzählt von einem alten Mann, der zeitlebens in Amerika gelebt hat. Er erhält Besuch von seiner Urenkelin aus Italien, die er bis dahin gar nicht kannte.

Beim gemeinsamen Stöbern in seinen vielen alten Büchern gerät den beiden sein altes Tagebuch in die Hände. Über viele Jahre hat der alte Mann kleine Gegenstände gesammelt, die ihn an wichtige Ereignisse in seinem Leben erinnern sollen. Diese bewahrt er in Streichholzschachteln auf.

Anhand der Schachtelinhalte erzählt der Uropa der Kleinen eine für ihn bedeutende Geschichte: die Übersiedelung seines Vaters von Italien nach Amerika. Zauberhaft und kindgerecht werden auch die Schwierigkeiten, welche die Familie im neuen Land erfahren mussten, dargestellt.

Das Buch regt zum Austausch miteinander an und zeigt Wege auf, Wichtiges nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

 

Erneut ein Beispiel für Bilderbücher, die Wissenswertes auf liebevolle Art und für jedes Alter vermitteln.

Eine Geschichte der Zitrone

 

 

von Jo Cotterill (erschienen im Königskinder Verlag, 2016)

Kinderbuch auf dem Weg zum Jugendbuch, gebunden (256 Seiten)

 

 

Ein Hymne auf das Lesen und die Freundschaft!

 

Wie gern hätte Calypso eine richtige Freundin! Vielleicht wird es ja Mae, die Neue in der Klasse? Die ist genauso ein Bücherwurm wie sie. Auch wenn für Mae ein Buch nur gut ist, wenn sie am Ende richtig heulen muss.

 

Aber Calypsos Dad findet, man soll sich nicht auf andere einlassen. Er hat ohnehin keine Zeit für so was – er schreibt sein Meisterwerk über die Geschichte der Zitrone. Und scheint darüber oft zu vergessen, dass er eine Tochter hat.

 

Je mehr Zeit Calypso bei Mae und ihrer herzlichen Familie verbringt, desto klarer wird ihr, wie seltsam, staubig und leer ihr eigenes Zuhause ist. Damit sich das endlich ändert, müssen alle zusammenhelfen.

 

Eine warmherzige Geschichte, die zuweilen unter die Haut geht, weil auch schwere Themen angeschnitten werden. Absolut lesenswert!

 

 

Füchse lügen nicht

 

 

von Ulrich Hub (erschienen im Carlsen Verlag, 2014)

Kinderbuch, gebunden (143 Seiten)

 

 
In der Animal Lounge eines Flughafens sind zunächst sechs verschiedene Tierarten "gestrandet": eine Gans, zwei Schafe, ein Tiger, ein Hund, ein Panda, ein Affe.
 
Während des Wartens auf ihren Flug gerät manches außer Kontrolle und jedes Tier offenbart in diesen Krisensituationen die ihm zugeschriebenen Characterzüge auf ganz besondere Weise. So muss der Affe seiner Medikamentensucht nachgehen, und die Gans unterhält die bunt gemischte Truppe durch unaufhörliches Geschnatter. Entgegen vieler Klischees sind die anwesenden Schafe in dieser Geschichte außerordentlich schlau und gebildet.
 
Irgendwann taucht ein Fuchs auf, der für den Leser offensichtlich versucht, den Anwesenden die Reisepässe zu entwenden. Auch hier werden wieder Vorurteile bedient, die sich im Laufe des Buches vielleicht in Luft auflösen??? Denn Füchse lügen ja und sind hinterlistig! Oder vielleicht doch nicht?
 
Das vermeintliche Kinderbuch entpuppt sich als Unterhaltungslektüre für Erwachsene, die sich an der Fabel um Reinecke Fuchs auf gekonnte Art abarbeitet.
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Anja Kuypers